Euro-China Centre • Internship in China

 

Euro-China Centre
Internship in China
Report of Mr. Christopher Day
Report of Mr. Carsten Hottenrott
Report of Mr. Sven Krause
Report of Mr. Alexander Zisser
Report of Mr. Tristan Toensing
Report of Mr. Simon Steinbrück
Photo report of Mr. Juras (Poland)
Photo report of Mr.Vos(Netherlands)
Photo report of Mr.Eberle(Switzerland)
Photo report of Miss Kemp (England)

 
 
 

Bericht von Herrn Tristan Toensing

Am 10. Oktober 2005 habe ich, Tristan Tönsing, meine Reise nach China, in die Provinz Guangdong, in die Stadt Foshan angetreten. Nach Flug von München über Peking mit sicherer Landung in Guangzhou (Kanton), der Provinzhauptstadt, holte mich ein Mitarbeiter der Foshan Rhine Corporation Service Co., Ltd. dort am Flughafen ab. Wir fuhren zum Zielort meines künftigen Auslandsaufenthaltes, nach Foshan. Hier lebte ich für einen Zeit­raum von 6 Monaten und absolvierte in der Foshan Rhine Corporation Service Co., Ltd. ein Praktikum mit integriertem Sprachkurs und interkulturellen Management Training. Die folgen­den Abschnitte geben einen komprimierten Einblick wieder, wie es mir in dieser Zeit ergangen ist, und sollen weiteren Interessenten als kleine Entscheidungshilfe dienen. 

 1. Sprachkurs

 Das Praktikumsprogramm der ECV GmbH (EURO - CHINA Vermittlungsbüro für wirtschaft­liche und technische Zusammenarbeit) beinhaltete einen 1-monatigen Sprachkurs in Hoch­chinesisch, Mandarin oder auch Pǔtōnghuà 普通话 (wörtl. „gemeinsame Sprache). Dieser Kurs, der ent­weder in Kleingruppen oder im Einzelunterricht stattfindet, war professionell ausgearbeitet und wurde stets dem Niveau der Teilnehmer gerecht. Somit konnte man erleben, dass man bereits nach nur einem Monat mit dem Umgang der chinesischen Sprache kleine Erfolge hatte. Sicherlich steht man beim Erlernen einer solchen Sprache vor einer großen Hürde, angesichts der Phonetik (bspw. die 4 verschiedenen Töne) und insbesondere aufgrund der Schriftzeichen, die dem westlichen Schüler fremd und unerlern­bar erscheinen. Dennoch hat sich bei der Auseinandersetzung mit dem Chinesischen ge­zeigt, dass dafür andere Bereiche, wie die Grammatik, wesentlich einfacher sind, als wir es vom deutschen Sprachgebrauch gewohnt sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Unterricht trotz oder gerade wegen der sprachlichen Schwierigkeiten sehr viel Spaß machte. Außerdem kam bei der Begegnung mit anderen Chinesen das Gefühl auf, dass die eigenen Sprachkenntnisse honoriert wurden. Daher möchte ich mich bei meinem Lehrer Herrn Li und seiner Nachfolgerin Frau Tang für ihren anspruchvollen Unterricht herzlich bedanken, bei dem auf die Wünsche der Prakti­kanten fast immer eingegangen werden konnte.

 2. Interkulturelles Training

Begleitend zum Sprachkurs führte Herr Dr. Gan, eine der Schlüsselpersonen innerhalb der Foshan Rhine Corporation Service Co., Ltd., mit den Teilnehmern des Praktikumspro­gramms ein interkulturelles Training durch. Als Experte der chinesischen Kultur lehrte er uns die entscheidenden Unterschiede zwischen den deutschen und chinesischen Geflogenheiten zu beachten. Somit bekamen die Teilnehmer sowohl Einblicke in die Gesellschaft mit ihrer Bedeutung von Hierarchie und Status, als auch wichtige Hinweise auf die Verhaltensregeln der Geschäftswelt. Daneben war ein weiterer Schwerpunkt des Trainings, die Besonder­heiten der Region Guangdong und insbesondere des Standorts Foshan kennenzulernen.

Das Training, das sich in den Sitzungen gezielten Themen, wie Markteintritt, Unternehmens­formen oder Rekruiting qualifizierter Mitarbeiter in China, widmete, verhalf mir zu verstehen, welche unternehmerischen Möglichkeiten auf dem chinesischen Markt gegeben sind. Dabei kam es nicht nur innerhalb des Kurses zum Wissenstransfer, denn sowohl während der zahlreichen Meetings, als auch auf den Fahrten zu den Veranstaltungsorten, erfuhr man im Gespräch mit Dr. Gan immer wieder, was das Leben in China und seiner Geschäftswelt aus­macht. Für sein Engagement und die stete Berücksichtigung der Bedürfnisse der Prakti­kanten, möchte ich ihm im Nachhinein nochmals danken.

 3. Arbeiten

 Während der Zeit in der Firma wurde ich mit verschiedenen Aufgaben betraut, die meine Zeit abwechslungsreich und spannend gestaltet haben. Dabei wurde ich gleich zu Anfang mit der Flexibilität der chinesischen Arbeitswelt konfrontiert, die von mir innerhalb kürzester Zeit die Aus­arbeitung eines mir neuen Themas in Powerpoint und die anschließende Präsentation vor 300 Gästen verlangte. Weitere Vorträge, bei denen eine längere Vorbereitungszeit blieb, folgten und thematisierten Fragen zur deutschen Businesskultur oder bspw. zur Ein­schätzung der deutschen Marktsituation. Bei der Ausarbeitung unserer Vorträge konnten wir selbständig handeln und erfuhren so auch die Vorteile der landesüblichen Flexibilität.

Ähnliche Freiheiten bei der Arbeit fanden sich ebenso bei der Vorbereitung für die Messe der 8th Guangzhou Convention of Overseas Chinese Scholars (OCS) in Science & Technology, an der wir teilnahmen und viele Kontakte knüpften. Somit konnte von der PR-Arbeit bis hin zum Eventmanagement für die Firma bzw. für unsere Partner ein breites Spektrum an wirtschafts­wissenschaftlichen Handlungsfeldern behandelt werden.

Ein weiterer Aspekt der Arbeit beinhaltete die Betreuung einer deutschen Delegation, die mit chinesischen Berufsschulen ein Austauschprogramm initialisiert hatte. Hierbei ist hervorzu­heben, dass durch die Kenntnis sowohl der deutschen als auch der chinesischen Mentalität, ein Beitrag zur gegenseitigen Verständigung von mir und meinem Mitpraktikant geleistet werden konnte. Dabei erstreckte sich die Betreuung von der Begleitung zu den einzelnen Veranstaltungsorten bis hin zur Gestaltung des Abendprogramms.

Neben dem Beisein an Meetings, an denen auch Personen hohen gesellschaftlichen Ranges teilnahmen, zu nennen sind hier unter anderem der deutsche Konsul, der stellvertretende amerikanische Konsul und etliche chinesische Persönlichkeiten des politischen und wirt­schaftlichen Umfelds, besichtigten wir neu erschlossen Industrieparks, wie auch chinesische und deutsch-chinesische Unternehmen. Bei all diesen Treffen fand ein Wissenstransfer statt, bei dem die Praktikanten als vollwertige Mitglieder behandelt wurden, dessen Meinung ge­fragt und geschätzt war. Für den entgegengebrachten Respekt möchte ich allen Beteiligten meinen Dank aussprechen.

Zum Abschluss meines Praktikums hatte ich noch die Gelegenheit beim Bewerbermanage­ment bzw. eines Trainings für chinesische Berufsanwärter für ein deutsches Unternehmen behilflich zu sein. Neben der Organisation von Ablauf und Durchführung des Trainings wurden die Maßnahmen von mir und einem weiteren Praktikanten geleitet. Zum Abschluss wurde schließlich ein Bewerbungsgespräch mit den Schülern simuliert.

 4. Leben

 Während der Zeit in Foshan wohnten und lebten die Praktikanten gemeinsam in einer Woh­nung, welche zu Fuß 5 Minuten vom Stadtzentrum entfernt war. Somit ist das Apartment ideal gelegen und bietet dazu alle wichtigen Einrichtungen, wie einen Supermarkt oder ein Shopping Center in der Nachbarschaft. Auch ein Fitnessstudio findet sich im derzeit höch­sten fertig gestellten Gebäude Foshans. Der zu Fuß erreichbare BaiHua Plaza (100 Blumen) bietet neben der Aussicht auf sportliche Ertüchtigung diverse Einkaufmöglichkeiten.

Das Apartment selbst ist großräumig, so dass wir es uns im mit Fernseher und DVD-Player ausgestatten Wohnzimmer gemütlich machen konnten. Die mit Klimaanlage versehenden Zimmer konnten wir als Rückzugsmöglichkeit nutzen. Auch wenn das Gebäude von außen vielleicht nicht ganz dem gewohnten Bild deutscher Einrichtungen entspricht, hat es uns an nichts gemangelt. Das liegt sicherlich nicht zuletzt auch daran, dass auf einige Wünsche, die die Wohnqualität verbessert haben, von den Verantwortlichen eingegangen wurde.

Neben der guten Unterbringung hat natürlich die Betreuung dazu beigetragen, dass mein Aufenthalt zu einem Erfolg geworden ist. So wurden von der ECV GmbH Ausflüge orga­nisiert, die uns nicht nur Spaß brachten, sondern ebenso dazu beisteuerten die Region besser kennenzulernen. Somit nahmen wir auf der einen Seite an unserem täglichen urbanen Leben teil und hatten auf der anderen Seite am Wochenende die Chance mit Land, Leute und Kultur auf den verschiedenen Ausflügen unsere Erfahrungen zu machen. Ein Aus­flugsort, der sich aufgrund der räumlichen Nähe zu Foshan sehr gut für einen Wochenend-Trip eignete, war die Metropole Hongkong. Innerhalb von 3 Stunden (eine Stunde Bus, zwei Stunden auf dem Wasserweg) erreicht man eine Stadt, die bspw. einer Metropole wie New York in nichts nachsteht.

Ein anderer Aspekt durch den wir tiefere Einblicke auch in Regionen mit anderem ethnischen und kulturellen Hintergrund erlangten, war ein einwöchiger Trip in das tibetische Hochland. Dabei wurden wir bei der Organisation und der dafür notwendigen Freistellung von unseren Tätigkeiten im Büro durch die Verantwortlichen tatkräftig unterstützt. Somit wurde der ge­samte Aufenthalt nicht nur beruflich, sondern auch privat ein unvergessliches Erlebnis.

 5. Fazit

 Ich denke aus den oben stehenden Zeilen geht schon hervor, dass die Erfahrungen und Erlebnisse, die ich während meiner Zeit in Foshan gemacht habe, positive Spuren bei mir hinterlassen haben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das gesamte Praktikum aufgrund der guten Organisation und Betreuung der Mitarbeiter, genannt werden sollen hier Dr. Gan, Frau Jiang und alle Kollegen der Foshan Rhine Corporation Service Co., Ltd. sowie Frau Yang als Verantwortliche der ECV GmbH in Aachen, zu einem vollen Erfolg wurde.

Daher kann ich auch vorbehaltlos jedem empfehlen, sich auf das „Abenteuer“ China einzu­lassen, wenn man einen starken Partner wie das EURO - CHINA Vermittlungsbüro für wirt­schaftliche und technische Zusammenarbeit hinter sich weiß.

Tristan Tönsing

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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